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Wie Sie Ihren Beziehungsgarten pflegen und sich einen Lego-Job kreieren

von Ida Saccone am 23.04.2014

 

Im letzten Beitrag haben wir Ihre Energiequellen und Krafträuber analysiert, um einem Ausbrennen vorzubeugen. In diesem und dem nächsten Artikel möchte ich Ihnen die vier Felder der Lebens-Balance vorstellen und Ihnen jeweils kleine Reflektions-Übungen dazu anbieten.

Für meine Arbeit nutze ich dieses 4-Felder-Modell, was sich an die Gedanken des Psychologen Peseschkian anlehnt.

 

Wir werden in diesem Artikel das Feld ‚soziales Umfeld‘ sowie das Feld ‚Leistung und Beruf‘ genauer betrachten. Die beiden restlichen Felder beleuchten wir im dritten Artikel dieser Serie. 

 

Die Anti-Burnout-Pille: Große Netze spinnen und Beziehungskonten führen

 

Feld 1: ‚soziales Umfeld‘

Mittlerweile ist es wissenschaftlich vielfach untermauert: Gute soziale Beziehungen schützen vor den Auswirkungen von Stress. Möchten Sie wissen, wie es um Ihre sozialen Beziehungen aktuell steht – dann ist die nächste Übung vielleicht interessant für Sie:

Beziehungen sind wie Pflanzen, sie benötigen regelmäßige Pflege, um gut zu gedeihen. Mit der ‚Beziehungskonto-Übung‘ haben Sie eine schöne Möglichkeit, den Stand einer Beziehung zu einer bestimmten Person (Freund, Partner, Mitarbeiter) zu analysieren. Stellen Sie sich hierzu bitte ein Buchhaltungskonto vor: Auf der einen Seite sind die Einzahlungen auf eine gute Beziehung, auf der anderen Seite die Abbuchungen. 

 

Stellen Sie sich nun vor, dass jede Interaktion in Ihrer Beziehung eine Einzahlung, eine Auszahlung oder eine neutrale Handlung ist. Ein Beispiel: Wenn Ihre Kinder gern in den Zoo gehen, und Sie machen einen Ausflug dorthin, ist das eine Einzahlung auf dem Beziehungskonto Ihrer Kinder. Wenn Ihre Frau einen bestimmten Musiker gerne mag, und Sie überraschen sie mit seiner neuen CD, ist das ebenso eine Einzahlung auf dem Beziehungskonto. Legt Ihr Partner beispielsweise viel Wert auf Pünktlichkeit und Sie kommen zu spät zur Verabredung, ist dies eine Abbuchung vom Beziehungskonto. Jetzt stellt sich die spannende Frage: Ist Ihr Beziehungskonto im Plus?

 

Mich kraftvoll managen

Schritt 1: Denken Sie an einen wichtigen Menschen aus der Familie oder dem Freundeskreis. Worauf legt diese Person besonderen Wert? Wie zeigt diese Person ihre Zuneigung oder Wertschätzung? Manche Menschen drücken Ihre Liebe verbal aus, manche eher über Geschenke, andere sichern die Familie aus Liebe finanziell ab und wieder andere zeigen Liebe über den Austausch von Zärtlichkeit oder über das Kochen. Erstellen Sie eine Liste der ‚Liebes-Währungen‘ oder wenn es sich um einen Freund handelt, der ‚Zuneigungs-Währungen‘. Was ist dem anderen wichtig?

 

Schritt 2: Erstellen Sie für diese Person ein Kontenblatt wie oben beschrieben über den Zeitraum der vergangenen drei Monate. Haben Sie mehr eingezahlt als abgebucht?

 

Wie erleben Sie die sozialen Beziehungen in Ihrem Unternehmen oder Team? Beantworten Sie den kleinen Fragebogen – bei mehr als 3 Verneinungen könnte sich eine genauere Analyse der sozialen Strukturen lohnen:

  • Findet ein offener und konstruktiver Austausch statt? 
  • Geben auch Mitarbeiter ihren Führungskräften und Kollegen offen kritische Rückmeldungen? 
  • Ist die Kommunikation transparent oder wird nur selektiv Information weitergegeben?
  • Gibt es klare Team- und Kommunikationsregeln, auf deren Einhaltung auch geachtet wird?
  • Belohnen Sie Kooperation oder gibt es individuelle Jahresziele?
  • Werden Konflikte offen angegangen oder treiben diese verdeckte, zeitraubende Blüten?

Dauerbrenner Arbeitszimmer

von Hendrik Miller am 08.04.2014

Das häusliche Arbeitszimmer ist für die meisten Steuerzahler passé. Denn für diese Kosten gilt grundsätzlich ein Abzugsverbot. Der Fiskus lässt aber zwei Ausnahmen zu:

  • Wenn Ihnen für ihre berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, können Sie ihre Kosten bis zu € 1.250,00 pro Jahr geltend machen.
  • Wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt ihrer gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit darstellt, sind die Kosten unbeschränkt abzugsfähig. 

 

Arbeitnehmer können die Kosten als Werbungskosten, Selbständige als Betriebsausgaben geltend machen.

 

Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die steuerliche Berücksichtigung, können Sie ihr Arbeitszimmer auch in geringem Umfang, d.h. unter zehn Prozent privat nutzen.

 

Dieser Punkt steht aktuell auf dem Prüfstand. 

 

Es stellt sich die Frage, ob die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer aufteilbar sind?

 

Können Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn der jeweilige Raum (nahezu) ausschließlich für betriebliche/berufliche Zwecke genutzt wird oder können diese Aufwendungen entsprechend der jeweiligen Nutzung aufgeteilt werden? Der IX. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Beschluss vom 21.11.2013 diese Rechtsfragen dem Großen Senat des BFH zur Entscheidung vorgelegt.

 

Im zu entscheidenden Fall bewohnt ein Steuerpflichtiger ein Einfamilienhaus, in dem sich auch ein – mit einem Schreibtisch, Büroschränken, Regalen sowie einem Computer ausgestattetes – sog. „häusliches“ Arbeitszimmer befindet. Von seinem Arbeitszimmer aus verwaltet er 2 in seinem Eigentum stehende vermietete Mehrfamilienhäuser. Die Kosten für das Arbeitszimmer machte der Vermieter bei seinen Einkünften aus der Vermietung der Mehrfamilienhäuser geltend. Das Finanzamt ließ die Kosten nicht zum Abzug zu, da sog. gemischte Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nach der gesetzlichen Regelung nicht abgezogen werden dürften.

 

Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) hat der Kläger nachweislich das Arbeitszimmer zu 60 % zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt. Das FG hat daher entschieden, dass der Kläger 60 % des von ihm geltend gemachten Aufwands als Werbungskosten geltend machen kann. Es wendet damit die Rechtsprechung des Großen Senats aus dem Jahr 2009, wonach für Aufwendungen, die sowohl berufliche/betriebliche als auch privat veranlasste Teile enthalten (gemischte Aufwendungen), kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot normiert ist, auch auf das häusliche Arbeitszimmer an.

 

Der vorlegende IX. Senat folgt dem. Er geht davon aus, dass Aufwendungen für abgeschlossene häusliche Arbeitszimmer, die (in zeitlicher Hinsicht) nur teilweise beruflich bzw. betrieblich genutzt werden, aufzuteilen sind. 

 

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