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Arbeiten 2.0 Folge 3 - Birnentypen leben länger

am 23.05.2014 von Ida Saccone

 

Birnentypen leben länger und Geburtstagsfeiern können sinnstiftend sein

 

In den letzten beiden Beiträgen habe ich über verschiedene Energiequellen und Krafträuber berichtet. Unter anderem haben wir Ihr soziales Umfeld analysiert und überprüft, ob Ihr Leben zu dem passt, was Sie glücklich macht.

 

In diesem abschließenden Teil unserer Balance-Serie soll es um die verbleibenden zwei Felder unserer Grafik gehen, dem Bereich ‚Körper‘ und dem Bereich ‚Sinn und Vision‘.

 

Feld 3: Körperliche Gesundheit

Eine Kollegin berichtete mir heute Morgen von einem Zitat aus dem Internet: ‚Wenn wir gesund sind, haben wir viele Wünsche, wenn wir krank sind, nur einen.‘ Leider kenne ich den Verfasser dieser Worte nicht, aber ich würde ihm gratulieren zu diesem Gedanken, er steckt so viel Wahrheit darin. Leider wird uns oft erst zu spät bewusst, wie wenig Lebensqualität und Schaffenskraft uns noch möglich ist, wenn unser Körper erkrankt. 

 

Ich möchte Ihnen hier keine lange Predigt über die Wichtigkeit von Bewegung, gesunder Ernährung oder Entspannungstechniken halten, darüber wissen wir genug heutzutage. Ich möchte Ihnen wie in den ersten beiden Teilen eine kleine Reflexion anbieten: Wie steht es um Ihre Gesundheit?

 

Todesursache Nr.1 nach dem natürlichen Sterben ist in den Industriestaaten der Infarkt. Grob vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass lebenswichtige Organe wie unser Gehirn, das Herz oder die Lunge nicht mehr genug Sauerstoff bekommen können, weil die Adern zu wenig oder kein Blut mehr durchlassen und wir dann sterben. Woher wissen Sie aber nun, ob Sie gefährdet sind? Natürlich könnten Sie zum Arzt gehen, und sich durchchecken lassen – das empfehlen wir auch regelmäßig zu tun! Etwas einfacher – aber natürlich auch ungenauer - ist unser QuickCheck. Alles was Sie dazu brauchen ist ein Maßband. 

 

Es ist wissenschaftlich bewiesen (z.B. Uniklinik Tübingen, Uniklinik Lübeck), dass je mehr Bauchfett Sie haben (Apfeltypen), Ihr Infarktrisiko steigt, während Birnentypen (Fettverteilung an Oberschenkeln oder Armen) davor geschützter sind. Der BodyMass-Index, der von Versicherungen erfunden wurde, ist recht untauglich um  verlässliche Aussagen bezüglich Ihrer Gesundheit zu treffen. Besser ist der sogenannte Waist-to-Height-Indikator, in der Fachsprache auch WHtR abgekürzt. Er setzt Ihren Bauchumfang zu Ihrer Körpergröße in Relation.

 

Mich gesund managen

Schritt 1: Messen Sie Ihren Bauchumfang am besten auf nackter Haut, da wo der Bauch am größten ist. Stellen Sie sich hierfür gerade hin, atmen Sie aus und ziehen Sie das Maßband waagrecht um den Körper auf Höhe des Bauchs. Nicht mogeln, also nicht den Bauch einziehen oder das Band so straff ziehen, dass es einschneidet. 

 

Schritt 2: Setzen Sie den Wert in folgende Formel ein und überprüfen Sie dann Ergebnis im Abschnitt darunter:

WHtR = Bauchumfang in Zentimetern / Körpergröße in Zentimetern

 

Wenn Sie 40 Jahre alt oder jünger sind, sind Werte zwischen 0,4 und 0,5 im Idealbereich, darunter spricht man von Untergewicht. Übergewicht definiert man bei Werten zwischen 0,51 – 0,56. Alles was darüber liegt bezeichnet man als Fettleibigkeit und diese ist enorm ungesund.

Wenn Sie zwischen 40 und 50 Jahre alt sind,  verschiebt sich der Übergewichtswert in etwa um ein Hundertstel pro Lebensjahr nach oben, das heißt, mit 41 Jahren liegt Ihr Idealbereich zwischen 0,4 und 0,51, mit 42 Jahren geht der Idealbereich bis 0,52 etc.

Über 50-Jährige sollten jedoch die 0,6 nicht überschreiten. Alles darüber ist ungesundes Übergewicht und erhöht somit Ihr Infarktrisiko.

 

Andere gesund managen

Mini-Check für Führungskräfte und Unternehmer zur körperlichen Gesundheit

1. Gibt es ergonomische Arbeitsumgebungen in Ihrem Unternehmen (erkennbar z.B. an geringen Fehlzeiten aufgrund von Rückenbeschwerden)?

2. Kennen Sie die Branchenvergleichsdaten bezüglich Arbeitsunfähigkeit und werten Ihre Krankenkassen diese Daten regelmäßig für Ihr Unternehmen aus?

3. Haben Sie schon mal Ergonomievorträge, Gesundheitsmessen oder Kantinenaktionen gemacht?

4. Können Ihre Mitarbeiter sich an Ihnen beziehungsweise Ihren Führungskräften orientieren in Bezug auf gesundes Arbeiten?

 

Wenn Sie mehr als 2 Mal mit Nein geantwortet haben, könnte ein Projekt zum Thema ‚Gesundes Unternehmen‘ für Sie interessant sein.

 

Als Führungskraft haben Sie viele Möglichkeiten, die physische Gesundheit im Unternehmen zu beeinflussen. Einige Beispiele sind: Informationsveranstaltungen zum Thema Gesundheit, Gesundheits-Checks für Mitarbeiter, das Angebot gesunder Mahlzeiten in der Kantine, Führungskräftetraining zum Thema ‚gesund Führen‘, Sportmöglichkeiten, Gesundheitstage und –Events etc. Den stärksten Einfluss haben Sie jedoch durch Ihr eigenes vorbildliches Verhalten und die Ansprache ungesunden Verhaltens am Arbeitsplatz.

 

Feld 4: Sinn und Vision

Wer das Gefühl hat, ein sinnvolles Leben zu führen, der ist wesentlich gefeiter vor Stress. Aber: Was ist Sinn? Sinn definiert jeder Mensch anders. Manche meiner Kunden sind in sozialen Organisationen tätig, engagieren sich in der Kirche oder als Jugendwart im Sportverein. Wiederum andere pflanzen Bäume, gründen Familien oder lehren. 

Damit eng zusammen hängend und genauso wichtig finde ich eine Lebens-Vision, einen idealen Entwurf von dem Leben, das Sie eines Tages leben möchten. Meine Lieblingsübung hierfür ist die Rede zum 75. Geburtstag.

 

Mich gesund managen

Stellen Sie sich vor, es ist Ihr 75.Geburtstag. Sie möchten diesen feiern und laden daher aus allen wichtigen Lebensbereichen (Familie, Beruf, Freunde…) Menschen ein, die Sie lange begleitet haben und/ oder Ihnen viel bedeuten. Welche Personen sind anwesend? Über welche Themen und Erlebnisse Ihres Lebens würden Sie sich unterhalten?

 

Wenn aus jedem wichtigen Lebensbereich eine Person eine kleine Rede halten würde, welche Meilensteine Ihres Lebens würde sie nennen? Welche Ihrer Eigenschaften und Werte würde Sie erwähnen? Welche gemeinsamen Erlebnisse würde sie schildern?

 

Wichtig bei dieser Übung ist, dass Sie nicht den tatsächlichen, aktuellen Stand ihres Lebens betrachten sondern so tun, als würde Ihr Leben bis zum 75. Geburtstag von nun an ideal verlaufen.

 

Andere gesund managen

Mini Check-Liste für Führungskräfte und Unternehmer

1. Kennen alle Mitarbeiter Ihre Unternehmens- oder Teamvision?

2. Konnten Ihre Mitarbeiter bei der Erstellung der Vision mitwirken und strebt Ihr Team danach, diese zu verwirklichen?

3. Wissen alle Mitarbeiter, warum ausgerechnet ihre jeweilige Aufgabe so sinnvoll für den Gesamtprozess ist?

 

 

 

Ida Saccone , Management Coach, Inhaberin des WERTSchatz Instituts

Ida Saccone ist seit über 10 Jahren selbständige Unternehmensberaterin und Coach.

Ihre Laufbahn startet die Diplom-Betriebswirtin im internationalen Vertrieb der Daimler AG, bevor Sie 2000 ihre erste GmbH gründete und Seminare und Beratungsdienstleistungen an Konzerne wie IBM, Robert Bosch GmbH oder Daimler vertrieb.

Zu  Ihren Kunden zählen Vorstände, Geschäftsführer sowie Führungskräfte aus den Branchen Bank, Unternehmensberatung, Automobil, Logistik und Handel. Weitere Informationen finden Sie unter www.wertschatz.com


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