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Wenn ein Zahlendreher den IT-Experten knapp 6.000 Euro kostet

am 11.02.2015 von Ralph Günther

 

Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen… ein IT-Experte muss im Business täglich damit hantieren, ganz gleich ob bei anspruchsvollen Programmiercodes oder in Form schnöder Excel-Tabellen. Doch das tückische an Zahlen: ein kleiner Fehler verändert das komplette Projekt. So erging es auch einem IT-Experten, der Buchungscodes eines Kunden zu verwalten hatte.

Ralph Günther ist Gründer des Versicherungsportals exali.de, er lässt uns heute hinter die Kulissen blicken und zeigt an einem Fall aus der Praxis, wie schnell ein Tippfehler richtig teuer werden kann.

Wenn die Zeit drängt….

Den IT-Experten aus meinem aktuellen Beispiel hat es so richtig übel erwischt. Jeder kennt die Situation: Der Kunde ruft an und braucht ganz dringend und schnell eine Änderung. So auch in diesem Fall, bei dem der Auftrag lautete die Komponenten zur Erstellung von DTAUS-Dateien anzupassen. DTAUS-Dateien wurden in Zeiten vor SEPA-Überweisungen an die Bank übermittelt, um eine große Anzahl an Lastschriften automatisch auszuführen.

Der Anruf des Kunden erreichte den IT-Experten am frühen Abend, die Änderung sollte bis zum nächsten Morgen abgeschlossen sein. Unter Hochdruck arbeitete der IT-ler am Austausch der Komponenten und machte dabei einen Fehler mit weitreichenden Folgen. Anstelle der Kennziffer 5 hat er die Kennziffer 2 eingegeben.

Hohe Kosten für einen Zahlendreher

Die Folge: Über 850 Lastschriftaufträge konnten nicht ausgeführt werden und gingen demnach inklusive Bearbeitungsgebühr der Bank pro „geplatzter" Lastschrift zurück.

Die hundertfachen Gebühren und der Mehraufwand des Kunden beliefen sich insgesamt auf eine Summe von knapp 6.000 Euro. Diesen Schaden wollte der Kunde natürlich vom IT-Experten erstattet haben. Schließlich waren der Ärger und die Kosten auf dessen Zahlendreher zurückzuführen.

 

Richtige Absicherung im IT-Business

 

Die 6.000 Euro Schadenersatzforderung sind ein ganz klassischer Fall für eine Berufshaftpflicht, in Versicherungssprache nennt sich das Schadenersatzforderung eines Dritten. In diesem Fall hat die spezielle IT-Haftpflicht des IT-Experten den Schaden des Kunden bezahlt.

 

Doch neben Schadenersatzforderungen eines Dritten lauern im IT-Business noch weitere Risiken, die herkömmliche Betriebshaftpflichtversicherungen oder einfache Berufshaftpflichtversicherung häufig nicht abdecken. Deshalb ist es ratsam eine branchenspezifische Versicherung zu wählen, häufig IT-Haftpflicht oder IT-Versicherung genannt. Diese speziell auf die beruflichen Risiken im IT und TK-Bereich zugeschnittenen Versicherungslösungen bieten nicht nur eine Basisabsicherung für allgemeine Risiken, sondern bieten auch speziellen Schutz. Z.B. im Bereich der Vertraglichen Haftung aus IT-Projektverträgen,Projektverzögerungen, Rechtsverletzungen, Verstößen gegen Service-Level-Agreements und vieles mehr. Darüber hinaus werden häufig nicht nur Schadenersatzansprüche eines Dritten sondern auch teure Eigenschäden des IT-Experten übernommen.

 

Zum Beispiel werden dann vergebliche Aufwendungen ersetzt, die dem IT-ler durch den Rücktritt eines Auftraggebers vom Projekt entstanden sind. Vergebliche Personal- und Materialkosten inkl. eigener Honorare erstattet in diesem Fall der Versicherer und der finanzielle Schaden wird abgefangen.

 

 

 

Ralph Günther, Versicherungsexperte

 

Ralph Günther, geboren 1972, ist Fachautor, Versicherungsexperte und Gründer sowie Geschäftsführer der exali GmbH, dem Versicherungsportal für Dienstleister und freie Berufe www.exali.de.

Er hat langjährige Erfahrung im Risikomanagement und der Versicherung von IT-Experten, Kreativen und Consultants. Sein Fokus liegt auf der Absicherung von Vermögensschäden – und damit verbunden der Weiter- und Neuentwicklung branchenspezifischer Versicherungskonzepte.

Sein Wissen gibt er regelmäßig als Autor in relevanten Fachmedien an seine Zielgruppe weiter.

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